Jannis Plastargias – Interview

Jannis Plastargias, geboren am 6.7.1975 in Kehl, mittlerweile in Frankfurt lebend, freier Autor, Blogger und Diplom-Pädagoge. Er ist Mitglied der Frankfurter Autorengruppe Plan B und im Kulturnetz Frankfurt. Außerdem ist er Juror beim Jugendbuchpreis „Goldene Leslie“, Kultur-Redakteur bei Radiosub und Vorstand im Verein Sprich! e.V. Er zwar zwei Jahre Mitglied der Textwerkstatt (und Merck-Stipendiat). Im Oktober 2011 erschien Plattenbaugefühle im Größenwahn Verlag, Frankfurt, im Mai 2012 erschien sein Blog-Buch: „Schmerzwach: Ein Buch über das Leben, die Liebe und die neue BEAT Generation“. Weitere Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften.

Mehr über ihn: http://schmerzwach.blogspot.de/ und
http://www.plan-b-frankfurt.de/Plan_B/Home.html

Jannis Plastargias
Jannis Plastargias

Wie hast du mit Schreiben angefangen? (Erzähl es uns in einer kurzen Episode)
Mein Cousin Petros, Bebbo genannt, infizierte mich als Grundschüler mit dem „Pitje Puck“-Virus, das war eine Reihe um einen stets gut gelaunten Briefträger des kleinen Ortes Kesseldorf. Ich verschlang alle Bücher und beschloss danach, so etwas Ähnliches zu schreiben. Mein Held hieß Karl Kralle und erlebte allerlei lustige Dinge.  So begann das alles…

Warum schreibst du?
Eine Zeit lang war das Schreiben eine Art Therapie für mich. Im Schreiben selbst fand ich einen Sinn in all dem, was ich erlebt habe in meinem Leben. Max Frisch sagte: „Schreiben heißt sich selber lesen.“ Ja, so geht es mir auch. Ich überarbeite gerade den ersten Roman, den ich jemals geschrieben habe, und ich kehre zurück in meine Vergangenheit. Ich finde das sehr schön…

Deine Themen?
„Plattenbaugefühle“ handelt von Coming-out und junger Liebe zwischen zwei Jungen, die aus verschiedenen Kulturen stammen. Das Blog-Buch hat das Leben der „modernen Stadtneurotiker“ zum Thema. In meinem neuen Manuskript, das noch nicht veröffentlicht wurde (Achtung, liebe Verleger!) geht es um einen Jungen, der seine Erlebnisse bei einer Chemotherapie auf lustige (manchmal natürlich auch traurige Weise) erzählt, ein Mut machendes Buch.

Wie findest du sie? Woher kommen deine Ideen? Wie entstehen sie?
Die Themen sind in mir drin und wollen heraus. Jeder Text handelt irgendwo auch von mir, von meiner Freude und meinem Leid.

Schreibst du mit Musik? Wenn ja, mit welcher?
Meistens läuft Musik, während ich schreibe, nur achte ich nicht sonderlich darauf. Nur brauche ich immer Hintergrundgeräusche beim Schreiben, das schon einsam genug ist… Am liebsten höre ich Indie Folk.

Wenn nein, was hilft dir? Dein Rezept.
Eigentlich habe ich immer Musik dabei (dank der modernen Technik).

Wo schreibst du? (Plätze, Orte, Räume)
Meist schreibe ich zuhause, da allerdings an unterschiedlichen Orten – am seltensten am Schreibtisch, meist im Bett, auf der Couch oder einem Sessel. Unterwegs schreibe ich am liebsten in ICEs.

Wenn du einen Sonnenuntergang betrachtest, was löst es in dir aus?
Das kommt darauf an, wer neben mir sitzt. 😉

Wenn du übers Meer oder übers Land schaust, welche Gedanken schweben dir zu?
Ich liebe das Meer und kann stundenlang einfach rumsitzen – den Wellen beim Branden zuschauen, meinen Gedanken nachhängen. Und manchmal gelingt es mir auch gar nichts zu denken und nur zu sein – das gelingt meist nur an schönen Orten.

Was fällt dir spontan ein, wenn du die Baumrinde eines alten Baumes ansiehst?
Bist ganz schön alt, Alter! 😉

Was siehst und denkst du, wenn du den Mond betrachtest?
Wo bist du denn, Mann im Mond? Ich sehe dich nicht!

Was für Wünsche hast du?
Einen Verlag für mein Manuskript finden, von vielen Menschen gelesen zu werden, gesund und zufrieden zu leben…

Wie siehst du die Erde und ihre Bewohner?
Ich mache mir Sorgen um sie…

Wie entspannst du dich?
Lesen, Filme schauen, tanzen – und wenn es ganz stressig wird, ist Singen meine Geheimwaffe (aber nur alleine, damit mich keiner hören kann ;-))

Dein Buch, das dir gerade jetzt am wichtigsten und liebsten ist:
„Vielleicht lieber morgen“ von Stephen Chbosky, das ich gerade zum zweiten Mal gelesen habe – und dass dieses Jahr als Film im Kino läuft, worauf ich sehr gespannt bin. Ich habe es kurz vor meinem Abi gelesen und es hat mich sehr beeinflusst…

Was möchtest du deinen Lesern und Leserinnen gerne sagen?
Dass ich mich freue, dass sie meine Leserinnen und Leser sind – und mich bei ihnen bedanken. 

Ich danke dir ganz herzlich für das Interview und wünsche dir viel Erfolg in deinem Tun. 

 

 

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