Interview – Lotte Maria Kaml

Kurzvita

Lotte Maria Kaml, *1957 lebt in Flachau im Salzburgerland/Österreich. Nachdem sie viele Jahre in der Gastronomie tätig war (vorwiegend im Rezeptions- und Marketingbereich) ist sie heute hauptsächlich für die Familie da. Ihre große Leidenschaft ist das Schreiben, mittlerweile hat sie schon einige Veröffentlichungen vorzuweisen.
Ihr erstes Buch „Die Pilger aus dem Zauberwald“ beschreibt eine Pilgerreise. Aber nicht Menschen, sondern Tiere machen sich auf den Weg. Ein Abenteuer, bei dem sie lernen, was wirklich wichtig ist im Leben: Freundschaft, der Glaube an seine Ziele und an die „Guten Geister“, die alle Wesen auf dieser Erde begleiten. Danach entdeckte sie ihre Leidenschaft für Kurztexte, sie schrieb Beiträge für Anthologien, Gedichtbände und Literaturzeitschriften. Demnächst erscheint ihr zweites Buch „Geschichten aus dem Zauberwald“, ein Kinderbuch.

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Foto Lotte Maria Kaml
Lotte Maria Kaml

Das Interview

Wie hast du mit Schreiben angefangen? (Erzähl es uns in einer kurzen Episode)
Diese Leidenschaft begleitet mich schon seit meiner frühesten Jugend. Ob es um die ersten Aufsätze in der Schule ging, um Gedichte für verschiedene Anlässe, ich hatte dabei immer schon „die Nase vorn“. Dann kamen Texte, die ich beruflich erstellte, schließlich beschloss ich, meinen Traum wahr werden zu lassen und meine „Schreibereien“ zu veröffentlichen.

Warum schreibst du?
Ich kann nicht anders! Es ist meine große Leidenschaft, ohne die ich mir mein Leben nicht vorstellen kann.

Deine Themen?
Ganz verschieden. Mal phantastische Geschichten, Kinderbücher, Märchen, Kurzkrimis, Texte für Erwachsene, zwischendurch auch Lyrik.

Wie findest du sie? Woher kommen deine Ideen? Wie entstehen sie?
Tja, das klingt vielleicht komisch: sie fliegen mir sozusagen zu. Wenn ich einen schönen Fluss-Stein sehe, denke ich ganz automatisch: das gäbe eine Geschichte – woher kommt er, was hat er erlebt, wohin führt seine Reise…

Schreibst du mit Musik? Wenn ja, mit welcher?
Ich schreibe fast immer mit Musikbegleitung. Von Anna Netrebko über Helene Fischer  bis Charles Aznavour lasse ich mich berieseln, also bunt gemischt.
Wenn volle Konzentration gefragt ist, gerne Klassik.

Wo schreibst du? (Plätze, Orte, Räume)
In meinem Wohnzimmer, am Laptop. Ich schreibe nur am Abend und in der Nacht.  Das Wichtigste ist für mich die Ruhe beim Schreiben.

Wenn du einen Sonnenuntergang betrachtest, was löst es in dir aus?
Das Gefühl „die Welt ist rund“, die Natur wunderschön und morgen beginnt wieder ein neuer Tag.

Wenn du übers Meer oder übers Land schaust, welche Gedanken schweben dir zu?
Wenn ich übers Meer schaue, ist ein Gefühl von großer Freiheit in mir, „über Land“ kann ich nicht so sagen, ich lebe ja in den Bergen. Da fühle ich mich „daheim“.

Was fällt dir spontan ein, wenn du die Baumrinde eines alten Baumes ansiehst?
Der Begriff „Ewigkeit“. Werden, Sein und Vergehen im Einklang mit der Natur.

Was siehst und denkst du, wenn du den Mond betrachtest?
Geheimnis – Licht und Schatten, die unendliche Weite des Universums, die ich nie begreifen werde.

Welche spontanen Sätze fallen dir bei folgenden Begriffen ein? (Pro Begriff 1 Satz)
Schmetterling
mit Leichtigkeit durchs Leben flattern, Unbeschwertheit und Freude
Lüge
der sicherste Weg, das Vertrauen in einen Menschen zu verlieren
Tod
der Lebenskreis schließt sich, Ende bedeutet für mich immer auch Anfang
Gegner
sind manchmal große Lehrmeister
Rosenblätter
zeigen die Schönheit des Vergänglichen

Was für Wünsche hast du?
Einen großen, altmodischen Sekretär mit vielen, vielen Fächern. Damit mal Ordnung in mein Schreibtisch – Chaos kommt!!!

Dann natürlich Gesundheit für meine Familie, unsere Freunde und auch für unsere Tiere.
Frieden für die Welt, dass niemand Not leiden muss und das Bewusstsein für die Kostbarkeit unseres Lebens auf dieser Erde.
Na ja, Erfolg und Anerkennung bei meiner schriftstellerischen Tätigkeit ist Balsam für meine Seele, eine Lesung im vollbesetzten Saal bedeutet für mich Glück, dann bin ich im „Flow“.

Wie siehst du die Erde und ihre Bewohner?
So wie das Leben eben ist: am Anfang ein unbeschriebenes Blatt, dann kommt die Sturm- und Drangzeit, danach die Erfahrungen mit Narben und Wunden, schließlich die Hoffnung auf die Kraft des Existenziellen.
Ich denke, der Mensch wird trotz seiner zerstörerischen Lebensweise niemals den Ursprung des Lebens kaputt kriegen. Die Rechnung kriegen wir schon vorher präsentiert, in Form von Krankheit und Umweltproblemen.
Aber die Erde wird uns alle überleben.

Wie entspannst du dich?
Bitte jetzt nicht lachen: am Besten beim Schreiben. Ein Tag ohne Schreiben ist für mich irgendwie nicht komplett. Es fehlt was.
Ansonsten liebe ich die Natur, Tiere und ich lese natürlich sehr gerne.
In der warmen Jahreszeit mache ich gerne Waldspaziergänge mit meinem Hund, danach genieße ich faule Nachmittage unterm Apfelbaum. Im Winter habe ich das „Schneeschuh-Wandern“ für mich entdeckt. Bei uns in den Bergen ist es einfach toll, in die unberührte Natur hinauszugehen. Dahin, wo man nur ein paar Tierspuren sieht, der Schnee glitzert und knirscht, ansonsten nur Ruhe…

Dein Buch, das dir gerade jetzt am wichtigsten und liebsten ist:
Immer wieder, auch wenn es kitschig klingt: die Bibel. Ganz toll finde ich auch Hörbücher, gerne von Paolo Coelho.

Was möchtest du deinen Lesern und Leserinnen gerne sagen?
Macht die Augen auf und seht das Schöne in eurem Leben! Es ist ein Abenteuer, davon haben wir doch alle geträumt, als wir noch Kinder waren, oder?
Auch wenn so manche Unpässlichkeit wie Krankheiten und Enttäuschungen auf uns warten, sollten wir doch eines nicht vergessen: die Dankbarkeit für die schönen Stunden, die Tage voll Glück und Freude, die doch jeder von uns erleben darf.
Ich finde, es ist auch wichtig, sich mal zurück zu ziehen in seine eigene Welt, in die Welt der Phantasie, dahin wo jeder glücklich sein kann.

Ich danke dir ganz herzlich für das Interview und wünsche dir viel Erfolg in deinem Tun.

 

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